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Ljutomer
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LJUTOMER

Ljutomer, das Herz Prlekijas, wurde als Siedlung schon im Jahre 1249 erwähnt. Die Marktrechte erhielt es im Jahre 1265. Der Ort und seine Umgebung wurden von der Pest, heftigen Bränden und durch Überfälle von Türken und Krucen attackiert. Die Idee eines vereinigten Slowenien wurde im Jahre 1868 auf der ersten slowenischen Volksversammlung in Ljutomer ausgesprochen. Im Jahre 1927 bekam Ljutomer seine Stadtrechte. Heute knüpfen die Bibliothek, das Museum, die Kunstgalerie, der Pferdeverein und andere wichtige Vereine an die Tradition der slowenischen Nationalrenaissance des 19. Jahrhunderts an.
Die Weinberge rund um Ljutomer sind bekannt für ihre ausgezeichneten Weine und ihre besonderen kulinarischen Leckerbissen (Sterze, Milchsuppe, Sahnesuppe mit Pilzen oder Kartoffeln, Pilzsuppe mit Heidensterzen, Kübelfleisch und viele andere Köstlichkeiten).
Im Stadtkern befinden sich drei Plätze, die jeweils ihre eigenen Wahrzeichen haben. Auf dem Stari trg (dem Alten Platz) steht die Anna-Kapelle aus dem Jahre 1756. Auf ihrer Frontseite ist die Heilige Anna, auf der rechten Seite der Heilige Anton, auf der linken Seite der Heilige Florian und auf der Rückseite sind das Herz Jesu und die Heilige Dreifaltigkeit dargestellt.
Auf dem Gavni trg (Hauptplatz) steht auf einer hohen Säule die Statue der unbefleckten Maria, am Fuße der Säule befinden sich auf dem Denkmalsockel beiderseits Statuen vom Heiligen Rochus und Sebastian. Diese sogenannte Pestsäule wurde vom damaligen Bürgermeister errichtet. An derselben Stelle standen ursprünglich ein Pranger und ein Käfig, in dem Deliquenten eingesperrt und öffentlich verlacht wurden.
Auf dem Miklošièev trg (Platz von Miklošiè) steht die Kapelle des Heiligen Florian, die ein Teil der Mauer der Ljutomerer Kirche ist. Die Kapelle wurde im Jahre 1736 erbaut.

Die Pfarrkirche des Heiligen Johannes des Täufers hat fünf Altäre, einen großen und vier kleine. Auf dem Hauptaltar ist das Bild des Heiligen Johannes des Täufers. Außerdem bereichern die Altäre des Heiligen Josef, des Heiligen Rosenkranzes, des Heiligen Kreuzes und des Heiligen Johannes von Nepomuk das Innere der Kirche. Im Kirchturm sind drei Glocken. Die Orgel der Kirche wurde bereits 1737 erworben. Sie war aus bis jetzt unbekannten Gründen 1901 niedergebrannt. Nach dem Brand wurde die Kirche neu renoviert und ausgestaltet. Um die Kirche herum war einst der Friedhof, von dem bis heute auf der Außenkirchenseiten einige Grabsteine erhalten blieben.

Vor der Kirche ist die Büste des heimischen Linguisten Franc Miklošiè.

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